Die Route

 

                                                                     

 

   

 1.Tag: Ankunft morgens in Arusha/Tansania

Nach einigen hin und her wegen des Visums für Tansania bekommen wir nach ca.1Stunde dann doch auf dem kleinen Amtsweg ein Transit-Visum für 25$. Das ist immerhin die Hälfte der eigentlichen Gebühr. Allerdings ahnten wir noch nicht, was uns dann am Grenzübergang zu Kenia erwarten sollte. Es ist eigentlich schwer zu beschreiben, aber dort scheint es, zumindest für einen Europäer, niemanden zu geben der nur irgendeine Ahnung hat wer und vor allem wo man die Grenze nun*legal* überqueren kann. Nach wiederum 1Stunde hatten wir dann doch das Visum für Kenia und konnten beruhigt nach Nairobi zum Fairview Hotel weiterfahren. Die Fahrt ging übrigens recht zügig, da die Straße großteils doch recht gut war. Das Fairview Hotel ist übrigens sehr zu empfehlen. Alter Kolonial-Stil, schöner Pool, gutes Essen und sehr ruhig trotz Zentrumlage.

2.-3.Tag: Fahrt zur Masai Mara

Früh morgens geht’s es los durch den ganz normalen Wahnsinn von Nairobi. Es ist recht frisch und nebelig, aber völlig normal. Nach kurzer zeit dann das erste Highlight, ein Aussichtspunkt über das Rift-Valley abseits der Transafrikana.

 

 

Der Ausblick ist einfach gigantisch. Weiter geht’s auf der größtenteils sehr schlechten Straße vorbei an Narok zum Talek Gate. Nun kann’s endlich richtig losgehen und das tut es auch. Gleich nach dem Parkeintritt begrüßen uns Hyänen, Gnus und viele viele andere Tiere. Weiter geht’s in Richtung Fig Tree Camp. Eine sehr gute Wahl wie sich zeigen sollte. Wir sind wie zu erwarten die einzigen im Camp. Die Zelte liegen wunderschön an einen Flusslauf mit vielen Webervögeln und nachts ist die Geräuschkulisse atemberaubend. In diesen Camp kann man übrigens auch Ballon-Safaris machen. Ist allerdings mit ca.450$ pro Person nicht ganz billig. Auf unseren Pirschfahrten wurden wir nicht enttäuscht. Gnus, Antilopen, Giraffen, Warzenschweine und vieles weitere mehr. Der Höhepunkt waren allerdings die Löwen, die sich direkt vor unseren Jeep räkelten. Ein unvergessliches Erlebnis. Das ist übrigens auch ein Vorteil der Mara. Man kann in den meisten Gebieten auch abseits der Wege fahren und so den Tieren noch viel näher kommen. Da sich unser Guide noch nicht so gut in der Mara auskannte fuhren wir gemeinsam mit einem Wildhüter auf Pirsch und bekam so ein paar nützliche Tricks zur Wildbeobachtung beigebracht.

4.-5.Tag: Masai Mara-Mara River

Nach der Frühpirsch und einen guten Frühstück ging’s dann weiter durch die Mara in Richtung Mara River und zum Kichwa Tembo Camp. Unterwegs sahen wir wieder sehr viele Tiere. Vor allen Hyänen waren sehr zahlreich vertreten, was uns freute, da wir die in den anderen Parks bisher nicht oder nur weit entfernt vor die Linse bekommen hatten. Die Straße zum Kichwa Tembo ist teilweise auch recht abenteuerlich, aber wir haben es überstanden. Nach Ankunft im Kichwa Tembo Camp die nächste große Überraschung. Wir wurden nicht im Kichwa eingecheckt, sondern im Bateleur Camp. Das hat uns erst gewundert, da das Bateleur pro Nacht schlappe 450$ kostet und wir eigentlich das Kichwa gebucht hatten, aber wir nahmen das Angebot gern an, denn wann kommt man schon einmal in den Genuss eines solchen Luxus-Camps. Der Luxus fängt übrigens bei den Zelten an, geht über hervorragendes Essen mit eigenen Koch und Warzenschweinen als Tischnachbarn bis zur Wärmeflasche, die man abends ins Bett gelegt bekommt. Es ist wirklich der pure Luxus. Da kann man sich dran gewöhnen. Auf unseren Pirschfahrten sahen wir wieder Unmengen an Gnus, Zebras, Gazellen und Antilopen. Was uns aber wieder einmal am meisten begeisterte waren die Löwenrudel und Geparden, die wir wieder hautnah beobachten konnten. Ein einmaliges Erlebnis, das man schwer mit Worten beschreiben kann. Man muß es einfach selbst erleben.

6.Tag:

Nach dem Frühstück verlassen wir die Mara und machen uns auf den Weg nach Nakuru. Die Nacht zuvor hatte es stark geregnet und wir sollten bald merken welche Auswirkungen das für unsere Fahrt haben sollte. Die Erde war durch den Regen zu Schmierseife geworden und an eine normale Fahrt war nicht zu denken. Langsam geriet unser Zeitplan durcheinander, zumal auf einmal die Piste derart unterspült war, so dass wir in die Böschung ausweichen mußten und uns natürlich so richtig festfuhren. Hier erwies es sich wieder als unbezahlbarer Vorteil, dass wir einen Jeep mit Seilwinde hatten. Mit deren Hilfe konnten wir uns wortwörtlich aus dem Dreck ziehen und weiterfahren. Die Fahrt dauerte allerdings nicht lange. An einer Brücke hatte sich ein Einheimischer festgefahren. Nachdem wir diesen geholfen hatten konnten wir unsere Fahrt mehr oder weniger zügig fortsetzen. Und Ihr ahnt es sicher schon. Nach wenigen Kilometern das nächste Hindernis. Eine Piste ca.4m breit, 2 LKW je ca.3m breit das kann nicht gut gehen. Tat es auch nicht. Die Strasse war blockiert und uns blieb nur der Weg über den Acker durch Kakteenzäune. Weiter ging’s. Von nun an ohne Hindernisse und auf sehr guten Strassen vorbei an Teeplantagen und durch eine Landschaft die uns doch sehr an Europa erinnert hat. Angekommen in Nakuru ging’s erst einmal zur Nakuru Lodge. Nach einem Luxus Camp wie dem Bateleur fällt einen die Umstellung auf eine Lodge wie diese doch recht schwer. Alles sieht hier sehr stark nach Massentourismus aus und die Zimmer sind dringend renovierungsbedürftig. Aber was soll’s. Wir sind ja nur auf der Durchreise. Der Park selbst hat uns auch nicht besonders gefallen. Das ist halt Geschmacksache. Wer Vogelbeobachtungen mag kommt hier sicher auf seine Kosten und auch Nashörner kann man hier gut beobachten. Die Aussicht über den See ist allerdings sehr schön.

7.Tag:

Sehr früh machen wir uns auf den Weg. Wir wollen heute von Nakuru bis nach Tsavo Ost durchfahren. Es geht wieder vorbei am Rift-Valley quer durch Nairobi auf der Transafrikana Richtung Süden. Die Strasse befindet sich teilweise noch im Bau. Auf den bisher ausgebauten Strecken ist aber eine entspannte Fahrt möglich, so dass wir die ganze Fahrt in ca.7 Stunden geschafft haben. Unser Camp in Tsavo Ost ist dieses Mal nicht das Tarhi Camp sondern das Patterson Camp. Es liegt außerhalb des eigentlichen Tsavo Ost Parks. Man muß also erst ein paar Kilometer fahren bis man in den eigentlichen Park kommt. Das Camp hat uns gut gefallen. Es liegt direkt am Fluß mit Flußpferden. Die können übrigens nachts schon mal um die Zelte schleichen. Die Zelte sind einfach, aber wie immer mit eigenen WC/Dusche und sehr sauber. Irgendwie ist dieses Camp wie eine Oase in der ausgedorrten Umgebung. Das hat uns auch sehr überrascht. Es war alles sehr ausgetrocknet und die Hitze war unerträglich. Nicht zu vergleichen mit dem angenehmen Klima in der Mara.

8.Tag:

Der Tag beginnt mit der Fahrt durch den Tsavo Park. Wie schon bereits beschrieben ist alles sehr trocken und heiß. Somit sind kaum Tierbeobachtungen zu erwarten. So ist es auch. Ein paar Elefanten, DikDik's und Zebras bekommen wir vor die Linse. Gegen Mittag verlassen wir Tsavo Ost und machen uns auf zum Hotel am Diani Beach, an dem unsere Safari endet. es ist wie jedes Jahr das Safari Beach Hotel, in dem sich endlich was im Management und bei der Renovierung der Zimmer getan hat. wir bekommen wieder unsere vorgebuchten Zimmer und entspannen noch 1 Woche bis es wieder zurück nach hause geht.

Fazit:

Wer einmal in der Masai Mara war der wird davon nicht mehr los kommen. Die Tierwelt ist artenreich und man kann Tiere wirklich hautnah erleben. Die Camps haben durchweg einen sehr hohen Level und sind ohne Bedenken zu empfehlen.

Wir haben jedenfalls beschlossen das nächste mal wieder in die Masai Mara zu kommen.

 

Kwaheri ya kuonana

Ivonne, Gisela, Karsten und Klaus

Kenia macht süchtig